Das Agenturmodell kippt:
Warum "Design-First" der neue Standard ist
Seit Jahrzehnten steht die digitale Full-Service-Agentur auf zwei gleichberechtigten Beinen: Design und Entwicklung. Die Kunden kamen wegen unserer Kreativität (wie es aussieht") und unserer technischen Kompetenz (wie es funktioniert") zu uns. Das Projekt war ein zweisilbiger Prozess, der sich über Monate hinweg von einem Team zum anderen bewegte.
Dieses Modell ist nun obsolet.
Es findet ein grundlegender Wandel statt, der durch KI-Tools wie transjt.ai vorangetrieben wird. Die manuelle Entwicklung wird nicht nur schneller, sondern ihr zeitaufwändigster Teil - die Übersetzung von Design in Code - wird so weit automatisiert, dass sie zur Massenware wird.
Der Teil "Entwicklung" der Gleichung wird zu einer rationalisierten, sekundären Funktion. Die wirkliche, vertretbare, hochwertige Dienstleistung, die Agenturen im nächsten Jahrzehnt verkaufen werden, ist strategisches Design.
Das alte Modell: Wertschätzung der Arbeit gegenüber der Strategie
Betrachten wir den alten Arbeitsablauf für ein typisches kundenspezifisches HubSpot-Projekt. Ein Kunde würde ein Projekt genehmigen, das 160-200 Stunden für Design und Strategie und einen separaten Block von 240 Stunden für die Entwicklung erfordert.
- Strategie und Design (160-200 Stunden): Wochenlange Workshops, UX-Forschung, User Journey Mapping und Erstellung eines pixelgenauen Figma-Designs. Hier wird der gesamte Wert des Projekts definiert.
- Manuelle Entwicklung (240 Stunden): Monatelange Arbeit eines Entwicklers, der den Figma-Entwurf Zeile für Zeile sorgfältig in Code umsetzt. Diese Umstellung von Figma auf das HubSpot CMS nimmt einen großen Teil des Zeitplans und des Budgets des Projekts in Anspruch, bringt aber keinen neuen strategischen Wert. Es handelt sich um reine Handarbeit.
Bei diesem Modell ist ein großer Teil dessen, wofür der Kunde bezahlt, Arbeit und keine Strategie. Der "Wert" der Agentur wird in abrechenbaren Stunden gemessen, nicht in der Qualität des Denkens.
Die große Kommoditisierung der "Code-Übersetzung"
KI-Tools wie transjt.ai haben den Chat betreten. Sie sind darauf ausgelegt, eine Sache perfekt zu erledigen: die 240-Stunden-Aufgabe "Übersetzung". Sie nehmen den strategischen Entwurf von Figma und generieren in Minutenschnelle den hochwertigen, reaktionsschnellen und sauberen Code, für den man früher Monate brauchte.
Das bedeutet nicht, dass die Entwicklung "tot" ist. Es bedeutet nur, dass die manuelle Arbeit bei der Entwicklung tot ist. Sie ist zu einem Dienstprogramm geworden, wie Elektrizität. Man braucht dafür keinen Aufpreis mehr zu zahlen.
Dieser Wandel macht die Entwurfsphase von einer "Vorstufe" zum wichtigsten Werttreiber im gesamten Projekt.
Die "Design-First"-Agentur: Verkaufen von Gedanken, nicht von Stunden
Wenn sich die 240-stündige Entwicklungsarbeit auf einen 60-stündigen Prozess der KI-Konvertierung und Entwicklerüberprüfung reduziert, wird das gesamte Wertversprechen Ihrer Agentur auf den Kopf gestellt.
Ihr Wert liegt nicht mehr in Ihrer Fähigkeit, etwas zu entwickeln. Das ist eine Selbstverständlichkeit. Ihr Wert liegt in Ihrer Fähigkeit zu denken.
Die neue Projektstruktur sieht völlig anders aus. Die mehr als 200 Stunden, die Sie eingespart haben, sind nicht einfach "weg" - sie werden für das verwendet, was wirklich wichtig ist.
- Erweitertes strategisches Design: Es geht nicht mehr nur um "Wireframes". Es geht um tiefgreifende Kundenforschung, Konkurrenzanalyse, Conversion Rate Optimization (CRO)-Strategie, Informationsarchitektur und die Schaffung eines wirklich einzigartigen Markenerlebnisses. Sie verkaufen einen Geschäftswert, nicht nur ein hübsches Design.
- Hochwertige Entwicklung: Ihre Entwickler sind nicht länger Code-Übersetzer. Sie sind Architekten. Sie übernehmen die zu 90 % fertig gestellte Website von der KI und verbringen ihre Zeit mit hochwertigen, hochgradig abrechenbaren Aufgaben: komplexe API-Integrationen, Anbindung von Salesforce, Erstellung benutzerdefinierter Datenmodelle und erweiterte Leistungsoptimierung.
- Gesteigerte Rentabilität und Geschwindigkeit: Die Agentur kann nun ein strategischeres Projekt in einem Bruchteil der Zeit abwickeln, wodurch sich die Gewinnspanne und die Kundenzufriedenheit drastisch erhöhen.
In diesem "Design-First"-Modell ist das Design das Projekt. Es ist die Strategie, die Blaupause und die 90%ige Lösung. Die Entwicklungsphase ist nun die "letzten 10 %" - ein sekundärer (aber immer noch kritischer) Schritt des Polierens, Integrierens und Einführens.
Die wertvollsten Mitarbeiter Ihrer Agentur sind nicht mehr diejenigen, die manuell Code schreiben können, sondern diejenigen, die strategisch denken und ein System entwerfen können, das so perfekt ist, dass eine KI es für sie erstellen kann.